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Christopher Lukman studiert den Master-Studiengang Kulturpoetik der Literatur und Medien an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Zu seinen Studieninteressen gehören die Game Studies genauso wie das Kino der Weimarer Republik und die Medien-/Literaturtheorie. 2018 organisierte er den Workshop Erzählungen der Spiele. Workshop zur Computerspielnarratologie. Seine Texte über Computerspiele erschienen bereits in der WASD, auf vice.motherboard.com und videogametourism.at. E-Mail: c_lukm01 (at) uni-muenster.de

NEUSTE ARTIKEL von Christopher Lukman

Coda, Davey und die Erzählfigur. Der Autor und seine Subjekte in The Beginner’s Guide

In The Beginner’s Guide (2015) wird das Computerspiel zum Schauplatz eines Widerstreits zweier Autoren. Das hochgradige meta- und autoreferenzielle Spiel verhandelt die Möglichkeit von Subjektivierung in der gegenwärtigen Medienlandschaft des Computerspiels. Dabei knüpft es nicht nur an bestehende Diskurse der etablierten Kunst an, sondern stellt Fragen an seine eigene Medialität als ästhetisches Objekt. Wie kann sich der Autor in sein Spiel einschreiben? Was ist ein Spieler? Und wie durchkreuzt ein Computerspiel Diskurse einer subjektiven Wirklichkeit, um sie in einer narrativen Simulation spielbar zu machen? Als autofiktionales Projekt des Autors Davey Wreden demonstriert The Beginner’s Guide (2015), wie das digitale Spiel im 21. Jahrhundert zu einer Technologie des Selbst geworden ist, in dem Sinne, dass es „dem Einzelnen ermöglicht, aus eigner Kraft oder mit Hilfe anderer eine Reihe von Operationen an seinem Körper oder seiner Seele, seinem Denken, seinem Verhalten und seiner Verhaltensweise vorzunehmen.“ (Michel Foucault: Technologien des Selbst. 2007, S. 289.)

In The Beginner’s Guide (2015) the computergame becomes the site of a conflict between two authors. In its highly meta- and autoreferential disposition, the game treats possibilities of subjectivation in the contemporary medial situation of the digital game. It not only adapts existing discourses of established art but challenges it’s own mediality as aesthetic object, such as: How can the author inscribe himself in his game? What is a player? And how does the computergame include discourses of the own subjective reality to make it then playable in a narrative simulation? As an autofictional project of its author Davey Wreden, The Beginner’s Guide (2015) demonstrates, how the digital game can be utilised as a foucauldian technology of the self.