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Franziska Ascher (M.A.) ist Doktorandin der Germanistischen Mediävistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Mitglied der Redaktion von PAIDIA. Sie studierte von 2008 - 2014 Sprache und Literatur des Mittelalters, Neuere Deutsche Literatur sowie Psychologie an der LMU und promoviert derzeit zu Strukturen des Agonalen in mittelhochdeutschen Artusepen und Computerrollenspielen. https://www.germanistik.uni-muenchen.de/personal/mediaevistik/doktoranden/ascher/index.html

NEUSTE ARTIKEL von Franziska Ascher

Es gibt immer einen Leuchtturm…

Der vorliegende Text exploriert dicht am Gegenstand den zwischen Inter- und Intratextualität oszillierenden Status von BioShock Infinite (2013), beginnend bei den engen Verflechtungen des Spiels mit seinen Vorgängertiteln BioShock (2007) und BioShock 2 (2010) bis hin zur Identifikation von Elizabeth, der weiblichen Hauptfigur von BioShock Infinite, als eine ‚Alice‘-Figur in Anlehnung Lewis Carrolls Alice im Wunderland.
Erstere manifestieren sich insbesondere im Sinnbild des Leuchtturmes, der sowohl am Anfang von BioShock als auch von BioShock Infinite steht und sich als Fluchtpunkt der Narration in Computerspielen seit mehreren Jahren zunehmender Beliebtheit erfreut. Man denke beispielsweise an Alan Wake (2010), Dear Esther (2012) oder Life is Strange (2015), um nur einige wenige zu nennen. Somit lassen sich aus den aus der BioShock-Reihe gewonnenen Erkenntnissen weiterreichende Konsequenzen für das Medium insgesamt ziehen.

Journey – Der Weg ist das Ziel

Der vorliegende Text widmet sich den Mechanismen von Journey (PS3, 2012) unter anderem durch Rückgriff auf die Atmosphärentheorie von Gernot Böhme. Ein besonderes Interesse gilt der völligen Abwesenheit von Sprache bei gleichzeitigem Anspruch, eine Art von Geschichte zu transportieren sowie der sozialen beziehungsweise pseudosozialen Interaktion mit Wesen der Spielwelt und anderen Spielern, wobei beide Formen in der Spielerfahrung teilweise nur schwer zu trennen sind. Postuliert wird, dass Journey zentrale Themen wie Berührung und verbale Kommunikation gerade durch ihre Abwesenheit thematisiert.

Immersion – Die Faszinationskraft virtueller Welten

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit der Theorie der Immersion, in welcher die Wissenschaft die Faszination, die virtuelle Welten auf uns ausüben, zu fassen versucht. Zentral ist dabei der Entwurf eines Immersionsmodells mit einem narrativen und einem ludischen Pol, zwischen denen verschiedene Arten von Immersion oszillieren. Hierbei ergeben sich Parallelen zur Oszillation zwischen Präsenz und Bedeutung nach Hans Ulrich Gumbrecht, welche ästhetisches Erleben konstituiert. Beispiele sind The Elder Scrolls V – Skyrim (2011) entnommen, dessen bemerkenswerte Breitenwirkung auf hohes immersives Potential schließen lässt. Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um das behutsam überarbeite Skript des gleichnamigen Vortrags aus dem Jahr 2012.

Heldenkarrieren – Der Skyrim-Avatar und sein narratives Potential

Der folgende Beitrag enthält eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Funktion des Avatars in The Elder Scrolls V - Skyrim (2011), von denen einige auf die Rolle des Avatars im Allgemeinen übertragbar sind. Dabei zweifelt die Autorin an, dass von der Verwendung des Third-Person-View gegenüber dem First-Person-View zwangsläufig auf geringeres immersives Potential zu schließen wäre. Außerdem wird darauf verwiesen, dass unvermitteltes Handeln des Spielers innerhalb der Spielwelt nicht möglich ist. Selbst wenn im First-Person-View überhaupt kein Avatar sichtbar ist, so muss ein solcher doch stets mitgedacht werden.

Ōkamiden (DS) – Ōkamis kleiner Bruder

Der vorliegende Beitrag ist eine Rezension zu dem Nintendo-DS-Spiel Okamiden (2011), dem Nachfolger zu Okami (2008) für die Playstation 2 bzw. Wii, und verfolgt die These, dass die Reihe damit sowohl in Bezug auf den Protagonisten als auch auf seine Zielgruppe einen Generationswechsel vollzogen hat. Darüber hinaus werden intertextuelle Bezüge zu den Genji Monogatari, den Erzählungen vom Prinzen Genji der Hofdame Murasaki Shikibu aus dem japanischen 10. Jahrhundert, nachgezeichnet.

Jeder ist ein Zauberer

Der Gedankensplitter "Jeder ist ein Zauberer" stellt dar, warum in Rollenspielen die Konzepte Magier bzw. Zauberer in gewisser Weise auf jede Spiel-Klasse anwendbar sind. Auch unter Rückgriff auf Konzepte wie Exorbitanz, Auserwähltheit und Charisma (nach Max Weber) wird dabei Begriffsarbeit geleistet, um die alltägliche, rollenspielspezifische und wissenschaftliche Bedeutung der Konzepte voneinander abzugrenzen.

Ōkami (Wii): Von Göttern und Menschen

Aus der Not technischer und finanzieller Beschränkungen heraus schufen die Clover Studios 2008 mit dem an japanischen Bildrollen orientierten Tuschestil von Okami ein nicht allein optisch ungewöhnliches Spiel. Diese Rezension, vorliegend in der behutsam überarbeiteten Fassung vom Januar 2016, versucht dieses Besondere entlang der Fragestellung, inwiefern sich das Spielen einer Gottheit als Protagonist vom Spielen eines Helden unterscheidet, fassbar zu machen, und das Spiel in aktuelle Entwicklungen des Independent-Sektors einzuordnen.