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Markus Engelns, Dr. phil. ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen und hat dort zur Frage der Typologisierbarkeit narrativer Realisierungen in Computerspielen bei Prof. Dr. Rolf Parr promoviert. Derzeit arbeitet er an seinem Habilitationsprojekt zu Narrativen der Atomvorsorge in den Medien des 20. Jahrhunderts. Weitere Publikationen finden Sie unter: https://www.uni-due.de/germanistik/litdid/engelns_publikationen.php (Stand: 29. November 2015)

NEUSTE ARTIKEL von Markus Engelns

»äußerst unzufrieden« – Entscheidungsstrukturen in Computerspielen als Produkte ›individualisierbaren‹ Konsums

Im Zentrum des Beitrags zur Medienkompetenz steht die Überlegung, wie Videospiele technologisch, strukturell, aber auch thematisch und wirtschaftlich mit Entscheidungssituationen umgehen. Bevor nämlich die in Entscheidungssituationen verhandelten Wertvorstellungen betrachtet werden können, muss deutlich sein, dass die Möglichkeit zur Entscheidung selbst schon aus verschiedenen gesellschaftlichen Werten hervorgegangen ist. Dabei arbeitet der Beitrag am Beispiel einer Debatte um das Rollenspiel Mass Effect heraus, dass Entscheidungssituationen in Videospielen zwischen den Polen gesellschaftlicher Individualisierung im Sinne alltäglicher Entscheidungen, die zu einem mehr oder weniger stabilen Bild der Biografie des Avatars führen, und wirtschaftlicher Customization als ein zu bewerbendes Personalisierungsfeature des jeweiligen Spiels zu verorten sind.