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Nicolas Huss (geb. Mutz) studierte von 2011 bis 2017 Germanistik und Geschichtswissenschaft an der Eberhardt Karls Universität Tübingen. Momentan arbeitet er an seiner Promotion zum Thema „Humoralcharakterologie in der Literatur des Spätmittelalters“ in der Germanistischen Mediävistik. Er ist als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Geschichtliche Landeskunde und Historische Hilfswissenschaften der Universität Tübingen angestellt.

NEUSTE ARTIKEL von Nicolas Huss

Ist das Mittelalter oder kann das weg? Zur Debatte um Authentizität in Kingdom Come: Deliverance

Das Reproduzieren bestimmter Geschichtsbilder in Videospielen geht mit dementsprechenden Authentizitätsvorstellungen einher. Dies ist auch bei Kingdom Come: Deliverance der Fall. Hier löste die Darstellung des Mittelalters eine Debatte darüber aus, ob in diesem Spiel ein Geschichtsbild mit ‚politischer Agenda‘ vermittelt wird. Dieser Beitrag soll durch einen Blick auf das kulturelle Gedächtnis aufzeigen, aus welchen Gründen eine solche Debatte wenig zielführend ist.

The reproduction of common historical images in video games is often linked to certain ideas of authenticity. This is also the case with Kingdom Come: Deliverance, whose representation of the Middle Ages has set off a debate about whether it conveys a certain political agenda behind its views on history. By analyzing cultural memory, this paper shall outline why such a debate is less than constructive.