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Geschichte neu ‚texten‘: Grand Strategy Games und Antikenromane – Ein Entwurf

Im Jahr 2012 stechen schwedische Flotten von Schwedisch-Kuba in See, um die Reichtümer der Karibik zu erobern; ca. 1280 erlangt Iason das goldene Vlies und löst damit den trojanischen Krieg aus. Beide Aussagen irritieren – nicht nur aufgrund der Datierung – ohne ihren Kontext: sie entstammen einem Trailer zum Videospiel ‚Europa Universalis IV‘ und dem ‚Trojanerkrieg‘ Konrads von Würzburg. Der vorliegende Beitrag versucht ausgehend von der Initialirritation zunächst eine grundlegende strukturelle Ähnlichkeit zwischen beiden Gegenständen herauszuarbeiten. Auf dieser Basis findet dann ein Vergleich der Geschichtsmodellierung in Grand Strategy Spielen und Antikenromanen statt, wobei besonders auf die aus der Konfrontation entstehenden produktiven Perspektiven aufmerksam gemacht werden soll.

Becoming Shogun is hard work – ‚Shogun 2‘ und das japanische Mittelalter

Der vorliegende Beitrag zeichnet nach, wie in Shogun 2 – Total War (2011) bewusst Ein­stiegs­hür­den aufgebaut werden, um die Spieler im Sinne von Serious Gaming zu einer Aus­ein­an­der­set­zung mit der Zeit der Strei­ten­den Reiche des ja­pa­ni­schen Mittel­alters und damit den his­to­ri­schen Hinter­gründen dieses Stra­te­gie­spiels  zu zwingen.