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Dr. Alan Lena van Beek studierte Germanistik und Amerikanistik an der Universität Hamburg. Mit der Dissertation über „Riesen in der Literatur des Mittelalters“ wurde Anfang 2020 die Promotion im Bereich der Älteren Deutschen Literatur abgeschlossen. Seitdem folgten Beschäftigungen und Forschungsaufenthalte an diversen Universitäten als Postdoc und der Beginn eines Habilitationsprojektes zu Topoi des Steinernen. Forschungsschwerpunkte sind Ältere deutsche Literatur, Diskursgeschichte, Mittelalterrezeption, Game Studies, Queer Studies und Digital/Data Literacy. Aktuell (2022) erfolgt die wissenschaftliche Mitarbeit an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld in den Projekten BiLinked (Data Literacy Community of Practice) und Curriculum 4.0.nrw.

NEUSTE ARTIKEL von Alan Lena van Beek

„I can’t think straight“ – Mods als Queer Empowerment und ihr Scheitern an der Heteronormativität am Beispiel der Figur Alistair in ‚Dragon Age: Origins‘

Das Paper widmet sich der Mod ‚Equal Love 1.06‘ (2010) für das BioWare-Rollenspiel ‚Dragon Age: Origins‘ (2009) und untersucht Agency und Queer Empowerment in zeitgenössischen Kommentaren und Artikeln zur Mod. Die Mod ermöglicht es, im Spiel Beziehungen mit Figuren einzugehen, die vom Spiel eigentlich als heterosexuell veranlagt wurden und homosexuelle Avancen von Spieler*innen abweisen. Insbesondere wird auf zwei Aspekte der Figur Alistair eingegangen. Dadurch, dass Alistair der illegitime Sohn König Marics ist und an der Seite des Spieler*innen-Avatars, des sog. Warden, zum König gemacht werden kann, wird das mittelalterliche Konzept der Genealogie im Spiel rezipiert. Zudem lässt sich die Figur auch unabhängig als queer lesen. Die Spielerfahrung Robert Yangs in einem Kotaku-Artikel und den dazugehörigen Kommentaren in Bezug auf Mods als Queer Empowerment und ihr Scheitern an der Heteronormativität werden am Beispiel der Figur Alistair in ‚Dragon Age: Origins‘ analysiert.

Unicorn Symbolism in The Witcher Storyworld

This paper focuses on religious symbolism and medieval unicorn discourses involved in The Witcher storyworld. Ciri’s connection to the unicorns and her virginity in relation to mariology will be analysed. In The Witcher games, however, the unicorn is more of a running gag and is mostly referenced as a sex toy. Reception of medieval discourses pervade Andrzej Sapkowski’s work. A comparative reading how The Witcher games and books handle unicorn motifs in their respective narratives will be conducted.

Dieser Aufsatz untersucht religiöse Symbolik und Wissen über Einhörner im Mittelalter und ihre Rezeption in der Witcher Storyworld, insbesondere Ciris Verbindung zur den Einhörnern, Maria und ihre Jungfräulichkeit. Die Rezeption mittelalterlicher Diskurse in den Werken Andrzej Sapkowskis ist allgegenwärtig. Die Analyse vergleicht Einhornmotive im Spiel ,,The Witcher 3: Wild Hunt” und in den Witcher-Büchern.