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René Lang studiert im Ein-Fach-Master Medienkulturwissenschaft an der Universität zu Köln. Seit Oktober 2021 forscht er als Research Master am DFG-Graduiertenkolleg „anschließen – ausschließen“ im Feld der Game Studies. Zu seinen Forschungsinteressen zählen insbesondere Aspekte der Ästhetik, Repräsentation sowie Intersektionalität im (digitalen) Spiel.

NEUSTE ARTIKEL von René Lang

Experiencing his-story through her body – Ambivalenzen der Repräsentation im Computerspiel

Im vorliegenden Beitrag wird aufgezeigt, inwieweit die virtuelle Körperlichkeit von Avataren wiederkehrend im Spielprozess ausgehandelt wird. Am Fallbeispiel von A Plague Tale: Innocence wird argumentiert, dass der Avatar als separater Körper auftritt. Amicia de Rune wird als Avatar mit Attributen versehen, die sich an den Differenzkategorien Gender, Alter und Klasse orientieren, womit sie als anders bzw. Andere rezipiert wird. Dabei vollzieht sich eine ambivalente Repräsentation Amicias, die einen progressiven Impuls darstellt, der stereotypisierende Merkmale aufweist. Zudem wird der Avatar in einer Spielwelt positioniert, in der maskuline Dominanz durch spielästhetische sowie historisierende Strategien authentifiziert wird.