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Sonderausgabe „Deutschsprachige Game Studies 2011-2021: Eine Bilanz“

Was hat sich seit 2011 verändert? Inwiefern ist die Institutionalisierung der Game Studies vorangeschritten? Inwiefern haben sich die Zugänge und Methoden verändert? Inwiefern haben sich die Forschungsinteressen verändert? Gerade in einer so jungen Disziplin wie den Game Studies ist die Beobachtung und Evaluation der eigenen Fachgeschichte ein drängendes Anliegen, um zu verstehen, wie sich eine Disziplin entwickelt, welche Wege sie einschlägt und welche sie im Lauf der Zeit verlässt. Eine solche Selbstreflexion kann zu einem besseren Verständnis des Zustands und der Verortung sowohl der eigenen Forschung als auch der Forschungslandschaft führen.

Der Blick zurück kann aber auch gleichzeitig ein Blick nach vorn sein. Somit steht nicht nur zu Debatte, wie sich die deutschsprachigen Game Studies in den letzten Jahren verändert haben, sondern auch, wie sie sich potenziell weiter verändern könnten. Welche Entwicklungen sind abzusehen? Welche sind überfällig? Auch solche Fragen müssen gestellt werden. Und Sie wurden von unseren Beitragenden gestellt. In elf Essays setzen sich Vertreter*innen der deutschsprachigen Computerspielforschung mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Game Studies auseinander – mal aus persönlicher, fachpolitischer, methodologischer und mal aus epistemologischer Stoßrichtung.

Neuste Beiträge aus Sonderausgabe „Deutschsprachige Game Studies 2011-2021: Eine Bilanz“

Editorial: Deutschsprachige Game Studies 2011-2021: Eine Bilanz

„And then one day you find ten years have got behind you” – Pink Floyd Zehn Jahre sind eine lange und kurze Zeit zugleich. Doch ob lang oder kurz: Zehn Jahre sind ein guter Zeitpunkt einmal Revue passieren zu lassen, einmal geistige Inventur zu machen. Entsprechend haben wir die Scientific Community aufgefordert, das zehnjährige Bestehen ...

Spielförmige Emergenz: Für eine Neubestimmung der Spielwissenschaften

Markus Rautzenberg, Rolf F. Nohr, Claus Pias und Gabriele Gramelsberger stellen in ihrem Beitrag die häufige Assoziation der Handlungsform Spiel/Spielen mit dem Computerspiel sowie den Begriff des Spielens selbst in Frage und erweitern die Perspektive des CfPs auf „spielförmige Wissensprozesse“ hin.

10 Years Later – Beobachtungen zur Entwicklung der Game Studies als Fach in Deutschland

Kai Matuskiewicz wirft anhand der Zeitschriften des Forschungsfeldes einen Blick auf die Entwicklungen der Game Studies. Ausgehend von den Jahren 2001, 2011 und 2021 lotet er somit die veränderte Forschungslandschaft aus, um anschließend zu überlegen, wie das Forschungsfeld im Jahre 2031 aussehen könnte.

Ein offenes Feld? Marginalisierung in den Game Studies

Tobias Unterhuber beschäftigt sich ebenfalls mit den Zeitschriften des Faches. Anhand der statischen Verteilung in Bezug auf das  Geschlecht der Autor*innen bei PAIDIA zeigt er auf, wie es exemplarisch um die genderbedingte Marginalisierung in den Game Studies steht und welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden könnten.

Später ins Spiel kommen. Oder: Eine Perspektive auf ca. drei Jahre Game Studies

Magdalena Leichter blickt auf einen „späten“ Einstieg in die Game Studies zurück. Dabei führt sie im Speziellen aus, inwiefern die Game Studies zugleich ein junges und ein altes Fach sein können, das einerseits eben noch immer nicht fest in der Universität verankert ist und gleichzeitig bereits auf Jahrzehnte im Feld etablierter Forschung zurückblicken kann.

Ein ‚Gamer‘ an der Universität und in der Wissenschaft: Vom Studium zur Videospielforschung

Anh-Thu Nguyen berichtet davon, wie sie selbst zur Computerspielforschung kam, wie dies ohne einen Studiengang möglich war und inwiefern die Probleme der deutschen Hochschullandschaft, gerade die Stellenbefristung und Unterfinanzierung, die Beschäftigung mit Spielen bereits im Studium erschweren.

Spielzeichen – eine Bilanz

Martin Hennig und Hans Krah lassen ihre Erfahrungen mit der Tagungsreihe „Spielzeichen” Revue passieren, um so auszuloten, welche Forschungstrends und -desiderate sich aus den Thematiken der Tagungen ableiten lassen und inwiefern sich das Forschungsfeld inzwischen verändert hat. Dabei sprechen sie sich für eine Historisierung der Spieleforschung aus.