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Immersion, Virtualität und Affizierung in mittelalterlicher Literatur und digitalem Spiel

In diesem Beitrag sollen die grundsätzlichen und aus vielen Disziplinen beleuchteten Begriffe der Immersion, Virtualität und der Affizierung bzw. der emotionalen Involvierung von Rezipierenden im literarischen wie ludischen Kontext in Form von Arbeitsbegriffen klar umrissen werden. Genauer sollen diese Arbeitsbegriffe einer Annäherung der germanistischen Mediävistik und den Game Studies dienen, um die in beiden Disziplinen mit den genannten Begriffen beschriebenen ästhetischen und rezeptionsorientierten Phänomene so zu fassen, dass sie interdisziplinär zur Analyse mittelalterlich-literarischer sowie audiovisueller Invovlierungsmechanismen des digitalen Spiels genutzt werden können. Die hier vorgestellten Überlegungen dienen also als Vorschläge zur Begriffsschärfung für einen transmedialen und interdisziplinären Forschungsdialog, der hiermit weiter vorangebracht werden soll.
CfP

CfP „Play(his)story: Gender, Queerness und Geschichte von, in und mit Digitalen Spielen“

2022 jährt sich GamerGate, die „Allianz der Anti-Feministen“ (Keinen Pixel 2020, S. 6), zum nunmehr achten Mal und während sich einerseits seitdem viel in der Spielebranche und dem Medium digitaler Spiele selbst getan hat, so ist vieles doch gleich geblieben. In der Kampagne, die ab dem Sommer 2014 mit einer Mischung aus digitaler Gewalt und ...

Editorial: Deutschsprachige Game Studies 2011-2021: Eine Bilanz

„And then one day you find ten years have got behind you” – Pink Floyd Zehn Jahre sind eine lange und kurze Zeit zugleich. Doch ob lang oder kurz: Zehn Jahre sind ein guter Zeitpunkt einmal Revue passieren zu lassen, einmal geistige Inventur zu machen. Entsprechend haben wir die Scientific Community aufgefordert, das zehnjährige Bestehen ...

Spielförmige Emergenz: Für eine Neubestimmung der Spielwissenschaften

Markus Rautzenberg, Rolf F. Nohr, Claus Pias und Gabriele Gramelsberger stellen in ihrem Beitrag die häufige Assoziation der Handlungsform Spiel/Spielen mit dem Computerspiel sowie den Begriff des Spielens selbst in Frage und erweitern die Perspektive des CfPs auf „spielförmige Wissensprozesse“ hin.

10 Years Later – Beobachtungen zur Entwicklung der Game Studies als Fach in Deutschland

Kai Matuskiewicz wirft anhand der Zeitschriften des Forschungsfeldes einen Blick auf die Entwicklungen der Game Studies. Ausgehend von den Jahren 2001, 2011 und 2021 lotet er somit die veränderte Forschungslandschaft aus, um anschließend zu überlegen, wie das Forschungsfeld im Jahre 2031 aussehen könnte.

Ein offenes Feld? Marginalisierung in den Game Studies

Tobias Unterhuber beschäftigt sich ebenfalls mit den Zeitschriften des Faches. Anhand der statischen Verteilung in Bezug auf das  Geschlecht der Autor*innen bei PAIDIA zeigt er auf, wie es exemplarisch um die genderbedingte Marginalisierung in den Game Studies steht und welche Maßnahmen dagegen ergriffen werden könnten.

Später ins Spiel kommen. Oder: Eine Perspektive auf ca. drei Jahre Game Studies

Magdalena Leichter blickt auf einen „späten“ Einstieg in die Game Studies zurück. Dabei führt sie im Speziellen aus, inwiefern die Game Studies zugleich ein junges und ein altes Fach sein können, das einerseits eben noch immer nicht fest in der Universität verankert ist und gleichzeitig bereits auf Jahrzehnte im Feld etablierter Forschung zurückblicken kann.

Ein ‚Gamer‘ an der Universität und in der Wissenschaft: Vom Studium zur Videospielforschung

Anh-Thu Nguyen berichtet davon, wie sie selbst zur Computerspielforschung kam, wie dies ohne einen Studiengang möglich war und inwiefern die Probleme der deutschen Hochschullandschaft, gerade die Stellenbefristung und Unterfinanzierung, die Beschäftigung mit Spielen bereits im Studium erschweren.